Die Gold und Silber Preisfestsetzung

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Gold- und SilbermünzenBereits seit mehr als 100 Jahren werden die Preise für Gold und Silber im Rahmen einer Telefonkonferenz zwischen verschiedenen Banken ermittelt. Diese Praxis zur Preisfestsetzung ist bereits seit Längerem in der Kritik, weshalb die Deutsche Bank zu Jahresanfang angekündigt hatte, sich aus diesem Geschäftsfeld zurückzuziehen. Auch für die anderen beteiligten Institute scheint es nicht mehr weiterzugehen.

Die Praxis zur Preisfestsetzung

Generell richten sich die Preise für Gold und Silber nach Angebot und Nachfrage. Um diese jeweils zu ermitteln und faire Preise festzulegen, führen die am Gold- und Silberfixing beteiligten Banken tägliche Telefonkonferenzen durch. Das Ziel ist, einen fairen Preis am Rohstoffmarkt zu erreichen und Anlegern, Händlern und Investoren die Möglichkeit zu geben, anhand der Fixpreise Entscheidungen für Käufe oder Verkäufe zu tätigen. Seit Preismanipulationen am Zins- und Devisenmarkt festgestellt wurden, steht auch der Rohstoffmarkt in der Kritik. Schließlich wurden die Verfahren bereits vor mehr als 100 Jahren entwickelt und sollten daher dringend modernisiert werden. Kläger in den USA werfen den am Preisfixing beteiligten Banken sogar Manipulationen vor, denn während einer solchen Telefonkonferenz sei es schließlich ganz einfach möglich, die Preise zu beeinflussen. Das mehr als 100-jährige Verfahren scheint daher dringend modernisierungsbedürftig.

Künftig keine Silberpreise mehr aus London

Aufgrund der zahlreichen Vorwürfe hat sich die Deutsche Bank bereits zu Beginn des Jahres entschlossen, das Gremium der Banken, die die Preisfestsetzung durchführen, zu verlassen. Beim Silberfixing hat dies zur Folge, dass laut London Silver Market Fixing Ltd. voraussichtlich ab 14. August keine Silberpreise in London mehr ermittelt werden. Nach 117 Jahren erhalten Händler ab diesem Zeitpunkt also keine Silberpreise mehr aus der britischen Hauptstadt. Doch nicht nur für die Silberpreisermittlung scheint die Stunde geschlagen zu haben. Auch bei der Ermittlung des Goldpreises gibt es seit einiger Zeit Kritik, die die künftige Preisfestsetzung in Frage stellt. Auch hier hat sich die Deutsche Bank entschieden, sich zurückzuziehen und das Gremium zu verlassen. Zwar gibt es durchaus einen Nachfolger für die Deutsche Bank, doch auch die Goldpreisfestsetzung wird bereits seit 1919 Jahren nach dem heutigen Verfahren durchgeführt und sollte daher dringend erneuert werden. Spätestens dann, wenn die aktuellen Klagen Erfolg haben und etwaige Manipulationen aufgedeckt werden sollten, müssen die Verantwortlichen handeln.

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