22. Februar 2012

NXP macht das Zahlen per Handy möglich

Das Unternehmen NXP Semiconductors entwickelt das Bezahlen per Handy und konnte dazu Google als Partner gewinnen. Damit steht das einfache Zahlen an der Kasse mit dem Handy in diesem Jahr vor dem großen Durchbruch.

Bereits im Jahr 2010 zahlten schon 10 Millionen Nutzer mit dem Handy, das entspricht einem Zuwachs von 55 Prozent. Das sind jedoch nur rund 2 Prozent aller Handy-Besitzer. Deshalb bietet der Markt noch ein enormes Wachstum, so erwarten Experten auch für 2012 eine verachtfachung der Bezahlungen per Handy. Damit die Bezahl-Technik funktioniert statten NXP und Google die Smartphones mit sogenannten Near Field Communication (NFC) Chips aus.

NXP Semiconductors hat schon jetzt ein Börsenwert von 6,1 Milliarden Dollar. Der NXP Semiconductors Geschäftsführer schätzt das bis Ende des Jahres schon über 70 Millionen Smartphones mit NFC ausgestattet sind. Diese Smartphones sind dann im Einsatz wo man es am wenigsten erwartet – In Schwellenländern wie China, Indien oder Afrika. Dank der neuen Technik erwartet NXP Semiconductors und Google eine sehr rosige Zukunft.

Daten zur Aktie

ISIN: NL0009538784
KGV 2011: 10,2
Börsenwert: 6,1 Milliarden Dollar

Mit Solarausrüster-Aktien trotz Krise profitieren

Auch wenn es einen Nachfrageschwund und Überkapazitäten bei den Solarzellenherstellern gibt, profitieren die Solarausrüster. Denn die Solarhersteller sind zur Expansion verpflichtet, weil sich nur mit neuen, noch besseren Maschinen die Produktionskosten weiter senken lassen.

Aber auch die ständige Weiterentwicklung der Solarmodule um wettbewerbsfähig zu bleiben, zwingt die Hersteller zu immer neueren Produktionsmaschinen.

Da die deutschen Solarausrüster zu den Weltmarktführern zählen, bleibt ihnen somit auch ein harter Preiskampf erspart.

Die Aufträge kommen schon längst nicht mehr nur von deutschen Solarherstellern, den grade zahlreiche Großprojekte in den Wachstumsmärkten Asiens, erzielen bei vielen Solarausrüstern bereits über die Hälfte des Umsatzes.

Der Ausrüster Roth & Rau

Durch die Krise hat sich lediglich die Kundenstruktur verschoben, so das Roth & Rau aktuell durch den Aufstieg Chinas profitiert. Denn der Ausrüster ist in Asien schon heute stark positioniert.

Deshalb wächst der Umsatz trotz Krise weiter. Er lag im ersten Halbjahr um rund 13 Prozent über dem Vorjahreswert. Analysten sehen in der Aktien einen klaren Kaufwert mit einem Kursziel von 40 Euro.

Weitere interessante Aktien aus der Solarausrüster-Branche:

Centrotherm | ISIN: DE000A0JMMN2 | KGV 2010: 11,5
Meyer Burger | ISIN: CH0027700852 | KGV 2010: 21,1
PVA Tepla | ISIN: DE0007461006 | KGV 2010: 10,6
Roth & Rau | ISIN: DE000A0JCZ51| KGV 2010: 15,7
Manz Automation | ISIN: DE000A0JQ5U3 | KGV 2010: 24,7

IQ Power – Die Kursrally kann beginnen

Kaufen: IQ Power | Kaufpreis: 0,102 € | Kursziel: 0,50 € | ISIN: CH0020609688

Die IQ Power AG stellt selbst diagnostizierende Fahrzeugbatterie, die IQ Power ECO-Batterien bieten eine deutliche Performance-Verbesserung im Hinblick auf den Ladefaktor und die Kaltstartfähigkeit.

Dies führt zu höherer Zuverlässigkeit, deutlich längerer Lebensdauer und gleichzeitig rund 20 Prozent weniger Gewicht der iQ-Batterie gegenüber herkömmlichen Batterietypen am Markt. IQ Power bietet als einziges Unternehmen auf dem Markt, die Starterbatterie mit 3 Jahren Garantie an. Dazu noch zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis.

Seit dem 21.01.2010 vertreiben die Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte die innovativen neuen ECO-Autobatterien von iQ Power bundesweit und seit dem 25.01.2010 wird die Eco-Batterie auch von der Baumarktkette MAX BAHR vertrieben.

IQ Power Batterie im Praktiker-Markt

Die Aktie der IQ Power AG ist mit nur 0,102 Euro je Aktie deutlich unterbewertet. Der Verkauf der Eco-Batterien läuft sehr erfolgreich, nach Umfragen in Praktiermärkten sind die Batterien sehr beliebt und werden dauerhaft im Sortiment bleiben. Deshalb gibt es eine gute Chance auf eine Vervielfachung der Aktie innerhalb weniger Monate.

Börse deutlich im Plus – Solar-Aktien gefragt

Letzte Woche konnte der deutsche Aktienindex durch gute Quartalszahlen um 1,97 Prozent zulegen. Aber auch diese Woche ist wieder ein Aufwärtstrend an den Aktienmärkten zu spüren.

Wegen der geplanten Übernahme von Aleo Solar durch Bosch stiegen auch die übrigen Solarwerte stark an. Aleo Solar selbst reagierte auf das Übernahmeangebot mit einem Kurssprung von rund 32 Prozent.

Die nächsten Übernahmekandidaten könnten unter anderem Q-Cells, die aktuell rund 5,00 Prozent im Plus sind, sowie Conergy (aktuell +4,41 Prozent) und Solon (aktuell 7,81 Prozent im Plus) sein.

Ob der aufwärts Trend weiter anhält bleibt abzuwarten, doch grade die stark gebeutelten Solarwerte könnten noch zusätzlich durch Übernahmefantasien in die Höhe getrieben werden.

Frontal21: Das Milliardenspiel

Die Reportage aus dem ZDF: “Das Milliardenspiel – Wer hat unser Geld verzockt” ist absolut sehenswert. Es geht darum, warum uns die Finanzkrise so hart trifft und wie es soweit kommen konnte. Eine Reportage über die Fehler der Politik, die Spekulationen der Banken und die Gier der Menschen.

Hier gehts zum Video: Das Milliardenspiel – Wer hat unser Geld verzockt

Die Erholung der Solarbranche steht bevor

Q-Cells LogoAnton Milner, der Chef des größten Solarzellenherstellers Europas Q-Cells, rechnet mit einer Erholung der Solarbranche.

In einem Gespräch mit der Wirtschaftswoche sagte er, das er noch in diesem Halbjahr mit einer Erholung des unter starkem Preisverfall leidenden Marktes rechnet. So rentabel wie heute war die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage noch nie”, sagte Milner der Zeitung.

Durch die drastisch fallenden Preise der Solarzellen rechnet Milner spätestens für das Jahr 2014 mit dem totalen Durchbruch von Solarenergie in Deutschland, dann verkauft sich Solarstrom von selbst und hält mit konventionell erzeugter Strom aus Kohle, Öl oder Atomkraft mit.

Zu Anton Milner:

Der Brite Anton Milner gründete Q-Cells im Jahre 2000 und baute seit dem das Unternehmen zum weltweit führenden Anbieter von Solarzellen aus.

Die Einschätzungen von Herr Milner decken sich mit unseren Einschätzungen, weshalb wir vor rund einer Woche die Q-Cells Aktie bei einem Stand von unter 20,00 Euro als klaren Kaufwert empfohlen haben.

Exklusiv-Interview mit Dr. Stefan Groß-Selbeck, CEO der XING AG

Stefan Groß-Selbeck

a|m: Guten Tag, Herr Groß‐Selbeck. Ende 2008 wechselte der ehemalige Vorstandsvorsitzende Lars Hinrichs in den Aufsichtsrat der XING AG. Seither sind Sie als CEO für die XING AG verantwortlich. Stellen Sie sich unseren Lesern doch bitte zunächst vor.

Stefan Groß‐Selbeck: Sehr gern! Mein Name ist Stefan Groß‐Selbeck. Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Vor meinem Wechsel zu XING war ich seit 2002 in verschiedenen Funktionen bei eBay tätig – darunter in den vergangenen vier Jahren als Chef des Deutschlandgeschäfts von eBay.

a|m: Was wird sich unter ihrer Leitung verändern?

Stefan Groß‐Selbeck: Das Team hat XING in den ersten Monaten unter meiner Leitung erfolgreich weiterentwickelt. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir uns fokussieren und nicht zu viele Dinge gleichzeitig unternehmen und verfolgen. Wir haben uns für die kommenden 12 Monate drei klare strategische Schwerpunkte gesetzt.

Wir werden uns deutlich stärker als zuvor um die Steigerung der Mitgliederaktivität und des organischen Mitgliederwachstums konzentrieren. Bereits in den ersten Monaten haben wir unser Innovationstempo deutlich beschleunigt. Das Innovationstempo wollen wir weiter hoch halten, denn neue Features schaffen Mehrwert und fördern die Aktivität unserer Mitglieder.

Unser zweites strategisches Ziel ist, besser auf die Bedürfnisse bestimmter Nutzergruppen einzugehen. Dabei werden wir uns im ersten Schritt auf spezielle Angebote für Recruiter fokussieren. Bereits heute wird unsere Plattform von mehr als 40 Tausend Personalentscheidern und Headhuntern genutzt und zahlreiche Studie zeigen, dass bereits deutlich mehr als 50 Prozent der neu zu besetzenden Stellen über persönliche Kontakte vermittelt werden.

Die dritte Säule unserer neuen strategischen Ausrichtung ist die internationale Expansion. Wir werden weiter in unser internationales Geschäft investieren. Unser Fokus wird auf Kontinentaleuropa liegen ‐ insbesondere den Ländern, in denen wir bereits heute Teams haben.

a|m: Sie haben die New Yorker socialmedian Inc. übernommen. Das Unternehmen gehört zu den führenden Entwicklern im Bereich Online‐News‐Netzwerke. Könnten Sie unseren Lesern die Hintergründe dieser Übernahme erklären.

Stefan Groß‐Selbeck: Dank der Übernahme haben wir uns zum Jahreswechsel eine Technologie gesichert, um Nachrichten aus vielen Tausend Online‐Nachrichtenquellen auf XING zu bündeln. Das bereits im April bei uns eingeführte Feature „XING News“ ist ein erstes Beispiel dafür, wie unsere Mitglieder diese Nachrichten dann nach den individuellen Bedürfnissen filtern und mit ihrem Netzwerk teilen.

a|m: Im Februar wurde der Vorstand auf vier Mitglieder erweitert. Herr Michael Otto wird zukünftig für die technologische Weiterentwicklung und die Umsetzung neuer Funktionalitäten als CTO verantwortlich sein. Er brachte 19 Mitarbeiter der epublica GmbH mit, wo er zuvor als Geschäftsführer tätig war. Erläutern Sie bitte auch hier die Hintergründe.

Stefan Groß‐Selbeck: Als Technologieführer bei der Weiterentwicklung des Web 2.0 war es für uns logisch und konsequent, die bisher parallel arbeitenden Entwicklerteams zusammenzuführen und unter einem Dach bei XING zu vereinen. Wir werden diesen wichtigen Bereich in unserem Unternehmen weiter ausbauen und haben deshalb auch unseren Vorstand entsprechen erweitert. Mit Michael Otto haben wir dafür einen sehr erfahrenen und unternehmerisch handelnden CTO für uns gewinnen können. Michael gehört in der XING‐Gruppe zu den erfahrensten Managern, denn er hat zusammen mit dem Team der damaligen epublica GmbH die Plattform mit Lars Hinrichs zusammen aufgebaut.

a|m: Vor kurzem rückte Ingo Chu Chief als CFO in den Vorstand der XING AG auf. Damit tritt er die Nachfolge von Eoghan Jennings an. Warum fiel die Wahl auf Herrn Chu?

Stefan Groß‐Selbeck: Mit Ingo Chu haben wir eine weitere im Internetgeschäft und Medienbereich erfahrene Führungskraft für den geplanten Ausbau des eschäfts gewinnen können. Er war zuvor knapp 14 Jahre im Bertelsmann‐Konzern sowohl im TV‐ als auch in verschiedenen E‐Commerce‐Bereichen als Manager aktiv und unter anderem mehr als sieben Jahre als CFO der RTL Shop GmbH tätig

a|m: Bisher galt XING als Wachstumswert. Der Umsatz des ersten Quartals lag nur noch leicht, um rund 1%, über dem Wert des Schlussquartals 2008. Das Ergebnis ging sogar um 40% zurück. Sind die Zeiten des zweistelligen Wachstums ein für allemal vorbei?

Stefan Groß‐Selbeck: Die Zeiten des Wachstums sind sicherlich nicht vorbei! Wir haben in unserem Kerngeschäft mehr als 50 Tausend neue zahlende Mitglieder im ersten Quartal gewonnen. Das ist ein Anstieg von mehr als 9 Prozent in nur drei Monaten. Entsprechend ist auch der Umsatz in diesem Segment um mehr als 7 Prozent gewachsen. Dass wir mit der Vermarktung von Werbung auf der Plattform weniger Umsatz als in den Vorquartalen erzielt haben und im Bereich der Stellenanzeigen einen leichten Rückgang sehen, beunruhigt uns in keiner Weise. Wir haben unsere Marktposition weiter gestärkt, und gleichzeitig wichtige Weichenstellungen für zukünftiges Wachstum vorgenommen und notwendige Investitionen getätigt. XING bleibt also ganz klar auf Wachstumskurs..

a|m: Mit einem Anteil am Umsatz in Höhe von 80% hat der Bereich Premium‐Mitglieder eine gewichtigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der XING. Birgt dieses auch Gefahren für XING?

Stefan Groß‐Selbeck: Das erste Quartal hat klar gezeigt, dass das Wachstum der zahlenden Mitglieder weiterhin stark ist. Allein in unseren Heimatmärkten, Deutschland, Österreich und der Schweiz können wir unsere Mitgliederzahlen in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln.

a|m: Der Werbemarkt im Internet liegt am Boden. Bei den Unternehmen stehen aktuell Entlassungen und nicht Neueinstellungen auf der Agenda. Warum sollten die neuen Bereiche Advertising und eCommerce dennoch überproportional wachsen?

Stefan Groß‐Selbeck: Innerhalb unserer Business Community erreichen Unternehmen sehr relevante Zielgruppen punktgenau dort, wo sie sehr aktiv sind. Natürlich geht die Gesamtmarktentwicklung auch nicht spurlos an XING vorbei. Da XING aber von vielen Berufstätigen und Personalentscheidern bereits auch als das effizienteste Karrierenetzwerk gesehen wir, konnten wir im Stellenanzeigenmarkt Marktanteile hinzugewinnen.

a|m: Bereitet Ihnen der Start von LinkedIn in der deutschen Version schon schlaflose Nächte?

Stefan Groß‐Selbeck: Wir nehmen natürlich jeden Wettbewerber ernst. Mit mehr als 3,2 Millionen Führungskräften und Fachleuten ist XING das mit deutlichem Abstand mitgliederstärkste berufliche Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Unsere Mitgliederzahlen steigen unverändert in nahezu allen Regionen.

Wir wollen uns aber nicht auf diesem Vorsprung ausruhen, sondern unsere Marktanteile auch in unseren deutschsprachigen Heimatmärkten weiter ausbauen. Darüber hinaus werden wir auch unsere internationale Expansion wie geplant weiter vorantreiben.

a|m: Wo sehen Sie die Vorteile von XING gegenüber LinkedIn?

Stefan Groß‐Selbeck: Wir haben in den letzten Jahren eine sehr aktive Community aufgebaut. Eine Community, die auch untereinander intensiv miteinander kommuniziert. Ein Großteil unserer Mitglieder möchte deutlich mehr als nur seinen Lebenslauf einstellen. Sie möchten ihre Produkte vermarkten, ihre Dienstleistung vorstellen und sich bei relevanten Zielgruppen aktiv ins Gespräch bringen..
Beispielsweise tauschen sich jährlich über zwei Millionen Mitglieder in 26 Tausend Gruppen über fachliche oder regionale Themen aus. Berufstätige bringen sich hier ins Gespräch, knüpfen neue Kontakte und erhalten Zugang zu Expertenwissen und den für sie beruflich relevanten Zielgruppen: vor Ort oder innerhalb der Branchen.

Geschäftsleute wollen sich aber nicht nur online vernetzen, sie wollen sich auch offline treffen. Allein in 2008 wurden mehr als 90 Tausend öffentliche und geschlossene Events von Mitgliedern für Mitglieder über XING veranstaltet. Über eine halbe Million Geschäftsleute haben sich so über XING auch persönlich getroffen.

a|m: Herr Hinrichs hält über seine Beteiligungsgesellschaft LH Cinco Capital GmbH 27,7% an der XING AG. Hat der Rücktritt als Vorstandsvorsitzende Auswirkungen auf diese Beteiligung?

Stefan Groß‐Selbeck: Diese Frage kann Ihnen natürlich Herr Hinrichs besser als ich beantworten. Seine Entscheidung im November, zum Jahreswechsel in den Aufsichtsrat zu wechseln zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich, dass Lars Hinrichs weiter hinter der XING AG steht und die zukünftige Entwicklung durch sein Know How als Mitglied des Aufsichtsrats weiter unterstützen möchte.

a|m: Vielen Dank für das Interview, Herr Groß‐Selbeck.